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Nach zwei Jahren Pause dürfen sich Fans des Golfsports auf eine neue Simulation freuen. Mit PGA Tour 2K25 kehrt die Reihe wieder unter das Dach von 2K zurück. Aber gibt es auch genügend Neuerungen?
Drei Jahre ist es nun schon her, dass mit PGA Tour 2K23 letztmals eine Golf-Simulation aus dem Hause 2K zum Putten ansetzte. Im Jahr darauf hatte EA Sports die Lizenz inne und legte mit EA Sports PGA Tour einen überzeugenden Ableger auf. Nach einjähriger Pause wagt sich mit PGA Tour 2K25 nun endlich ein neuer Ableger auf den Fairway. Mit brandneuem Karrieremodus, frischer EvoSwing-Mechanik und mehr Lizenzen will die Sim nicht nur langjährige Fans überzeugen. Ob das gelingt, klärt unser Test.
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Mehr Langzeitmotivation
Aus spielerischer Sicht gab es bei der PGA Tour 2K-Reihe bereits seit Jahren nicht viel auszusetzen. Lediglich hinsichtlich der Langzeitmotivation und Lizenzen schwächelte die Golf-Simulation in den vergangenen Jahren.
Genau hier setzt PGA Tour 2K25 an und bringt zahlreiche Verbesserungen mit auf das Green. Ganze 27 lizenzierte Kurse sind mit von der Partie, einige der bekanntesten von ihnen wie die US Open 2025 im Oakmont Country Club oder die PGA-Championship 2025 im Quail Hollow Club feiern dabei sogar ihre Premiere.
Wem die Auswahl an lizenzierten Kursen nicht reicht, der kann im überarbeiteten Kurs-Designer seine Traum-Golfplätze aus dem Boden stampfen. Mit neuen Tools, Oberflächen und Objekten habt ihr die Möglichkeit, nahezu jeden Aspekt eines Kurses sowie sämtlicher darauf befindlicher Löcher frei zu justieren.
Auch bei den lizenzierten Golf-Profis legt der neueste Ableger kräftig zu. Je elf männliche und weibliche Pros sind spielbar. Dazu zählen, neben Coverstar Tiger Woods, bekannte Namen wie Max Homa, Matt Fitzpatrick, Brooke Henderson oder Lydia Ko. Weitere Profis und Kurse sollen zudem nach dem Release als kostenlose DLCs folgen.
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Auf dem Weg in den Golf-Olymp
Wem das nicht reicht oder wer es gerne individueller mag, der schustert sich in einem umfangreichen Editor seinen eigenen Profi zusammen. Im MyPlayer- oder MyCareer-Modus lässt sich jeder Parameter der eigenen Spielfigur justieren. PGA Tour 2K25 gibt euch dabei eine Vielzahl neuer Optionen an die Hand, die nicht nur optischer, sondern auch spielerischer Natur sind.
Zunächst entscheidet ihr euch für einen von insgesamt fünf Archetypen, die enorme Auswirkungen auf die Spielweise haben. Während das Powerhouse besonders weit schlagen kann, aber manchmal Präzision vermissen lässt, ist der Technician ein Meister der Präzision. Der Greenskeeper hingegen hat beim Putten einen Vorteil, während der Sculptor einen ausgeglichenen Allrounder markiert.
Habt ihr euch entschieden, könnt ihr euch mit euren Pro im Karrieremodus an verschiedene Events wagen. Für den Abschluss winken Attributspunkte, mit denen ihr eure Fähigkeiten aufwertet.
Generalüberholt zeigen sich zudem die Talentbäume im neuen Ableger. Jeder Teil eines Kurses, also Tee, Bunker, Green und Co haben eigene Skill Trees spendiert bekommen, in denen ihr mit Stufenaufstiegen neue Talente freischaltet und so eure Spielfigur gezielt weiterentwickelt.
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Motivierender Karrieremodus
Es ist also endlich noch besser möglich, die eigene Spielfigur an den bevorzugten Spielstil anzupassen. Aber das ist in PGA Tour 2K25 noch nicht alles. Denn mit Level-up-Tokens und Evo-Tools könnt ihr den Stil noch weiter individualisieren.
In Verbindung mit den Aufgaben des Karrieremodus sorgt das für zusätzliche Motivation, da ihr mitunter durch den Abschluss bestimmter Ziele spürbar abkürzen und euch beispielsweise am Ende der Saison direkt in die PGA Tour hocharbeiten könnt.
Zudem ist es möglich, ganze Turniere zu simulieren oder nur einzelne Runden zu spielen, was die manchmal etwas langwierigen Wettbewerbe merklich entschlackt. Perfekt, um mal schnell eine Runde nebenbei zu absolvieren.
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Mit EvoSwing zum Birdie
Aus spielerischer Sicht zeigt sich PGA Tour 2K25 detailverbessert. Vor allem bei den Schlag-Varianten wartet der neueste Ableger mit einer spannenden Innovation auf, der sogenannten EvoSwing-Mechanik.
Solltet ihr euch beim Abschlagen also nicht für die Analogstick- oder Button-Variante entscheiden, steht euch hiermit eine brandneue dritte Möglichkeit zur Wahl. EvoSwing funktioniert dabei ähnlich wie der Abschlag per Analogstick. Mit dem Unterschied, dass hier auch Präzision und Timing beim Herunterbewegen des Sticks entscheidend sind.
Dafür bietet euch das Game eine Leiste am rechten Bildschirmrand an, die zeigen, wie weit ihr die Sticks bewegen müsst. Seid ihr im perfekten Timing, gelangt der Schlag kräftig und genau. Passt euer Schwung jedoch nicht... geht der Ball ins Nirgendwo.
Zudem lässt sich festlegen, wo genau ihr den Ball spielen wollt: Trefft ihr ihn weiter unten, fliegt er höher, dafür aber nicht ganz so weit. Ideal beispielsweise, um das Rollen nach der Landung abzumildern oder aus einem Bunker zu spielen.
So ergeben sich ganz neue taktische Möglichkeiten, da ihr Bälle in PGA Tour 2K25 dank EvoSwing noch präziser und nach euren Vorstellungen abschlagen könnt. Wem das zu kompliziert ist, kommt aber auch mit den anderen Einstellungen bestens voran.
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Multiplayer-Freud und Echtgeld-Leid
Da Golf (oder Sportspiele allgemein) allein nicht unbedingt etliche Stunden fesselt, bietet auch PGA Tour 2K25 umfangreiche Multiplayer-Optionen. Wahlweise an einem PC beziehungsweise einer Konsole oder online könnt ihr euch mit euren Freund:innen und anderen Spieler:innen aus aller Welt messen. Und das sogar plattformübergreifend dank Crossplay-Multiplayer.
Hier tretet ihr in verschiedenen Modi wie Stroke Play, Match Play, 2-on-2 oder Scramble gegeneinander an oder schließt euch zu "Online Societies" zusammen, in denen ihr ganz eigene Ligen und Turniere erstellt.
Innerhalb dieser Societies lassen sich reguläre Matches, Majors, Signature Events oder Finals erstellen, die alle Teilnehmenden mit Punkten belohnen. Dieses angesammelte, virtuelle Preisgeld kann dann am Ende einer Saison in neue Items investiert werden.
2K Ranked Tours warten zudem mit wechselnden täglichen und wöchentlichen Events auf, in denen ihr für den Abschluss einzigartige Belohnungen für jede Saison freischaltet. Darunter neue Schläger, Bälle oder Ausrüstung für euren Pro. Für Abwechslung ist also gesorgt.
Natürlich spielen, wie immer bei 2K, auch Mikrotransaktionen bei PGA Tour 2K25 eine Rolle. Die dafür erstandenen Virtual Credits investiert ihr größtenteils aber nur in optische Anpassungen wie neue Outfits oder Schläger, doch auch Erfahrungs-Boosts für euren Pro sind drin.
Und dennoch: Auf dem Green gibt PGA Tour 2K25 eine hervorragende Figur ab und sorgt mit gelungenen Neuerungen für zusätzliche Langzeitmotivation. Dank ausgedehnter Tutorials kommen auch Golf-Neulinge auf ihre Kosten.