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Dieser Musikstil wird 2021 trenden!

Genervt von Mainstream-EDM? Future Rave steht als zeitgemäße Interpretation von Big Room in den Startlöchern und könnte dieses Jahr die Musikwelt erobern.
Von: Dominik Sander
3 min readUpdated on
Die Vielseitigkeit der elektronischen Musik lässt immer wieder neue Trends entstehen. 2014 tanzte quasi alle Welt zu Aviciis „Wake me up“ und „Hey Brother“. Country-House war geboren. Ein Stil, den wir für immer mit dem verstorbenen Schweden in Verbindung bringen werden. Etwa vier Jahre später sollte sich Slap House als Sub-Genre von Deep House etablieren, um später - mit den beiden Jungs von Vize auf dem Driver Seat - den großen Bruder links zu überholen.
Anno 2021 sieht es erneut nach einer Wachablösung im großen EDM-Kosmos aus. Big Room hat auf Festivals viel von seiner Popularität eingebüßt. Die Gründe dafür reichen von Monotonie bis zu halbherzigem Mastering. Auch, wenn die Einfachheit der größte Pluspunkt von Big Room ist, kamen teilweise unfertige Tracks auf den Markt, denen bis auf eine dicke Hookline quasi alles fehlt. Die Folge: Die Fans suchten Zuflucht und blieben scharenweise bei Hardstyle hängen.

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Future Rave vs. Big Room: Die Unterschiede

Ob sie bald alle vom Lasso namens Future Rave wieder eingefangen werden? Einige kennen das trendige Genre in Anlehnung an das gleichnamige Album von David Guetta auch unter dem Namen New Rave. Kneift euch an dieser Stelle oder glaubt es uns: Der in der Szene seit Jahren kritisch beäugte Franzose gilt als Pionier dieses Stils!
Mit einem bis heute millionenfach-geklicktem Future Rave-Set auf dem Amsterdam Music Festival (AMF) feierte die neue Nummer 1 der DJ Mag-Top 100 nicht nur seinen Sieg. Es war der Start einer wachsenden Bewegung, deren Peak womöglich zum Re-Opening der Clubs & Festivals kommen wird. Wer die vier Tracks der New Rave-EP hintereinander spielt - O-Ton David Guetta - zerstöre den Dancefloor.
Doch wo genau liegen dann die Unterschiede zwischen Songs wie „Kill me slow“ oder „Nothing“ und klassischem Big Room? Tatsächlich bleiben sogar einige Elemente bestehen. Der BPM-Regler wird jedoch leicht nach unten auf etwa 126 gedreht. Der Drop mag beim ersten Hören druckvoller klingen, steht aber nicht zwangsläufig im Mittelpunkt, sondern durch Techno-Synthesizer viel mehr im Einklang mit den nachfolgenden Vocals. Stichwort: Loudness War!

David Guetta zurück in der alten Rolle

„Viele EDM-Songs klingen seit Jahren gleich. EDM sollte aber eigentlich kreativer und freier sein und nicht einer bestimmten Norm entsprechen“, erklärt David Guetta im Bootshaus-Podcast. Im Jahr des Home-Raving fing der 53-Jährige zusammen mit seinem neuen Partner in crime, MORTON, quasi bei Null an. Das Ergebnis? Bahnbrechend, wegweisend sogar im Mix mit vorherigen Guetta-Hits („Let’s Love“) stimmig!
Die Betonung liegt hier jedoch auf dem zweiten Attribut. So gesehen durchlief der Franzose eine Art Wandlung vom einflussreichen Trendsetter zum reinen Mainstage-Performer, der es sogar nötig hatte, Kinderlieder („Clap your Hands“) zu covern, und wieder zurück.
Wen von euch jetzt der Future Rave-Virus gepackt hat, sollte sich auf den Timetables der künftigen Festivals auch die Namen D'Angello & Francis oder Mike Hawkins aus Dänemark rot einkreisen. Gerüchte um Future Rave-Produktionen gibt es außerdem von den Star-DJs Tiësto und Nicky Romero, dessen Redefine EP als heißer Flirt verstanden werden darf.